ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beschreiben Sie uns hier neue Funktionen oder Änderungen, die Sie sich in einer der nächsten Versionen wünschen.

Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon christoph » Fr 31. Jan 2020, 15:54

Naja, eine VM mit Windows unter Linux ist doch auch keine vollumfängliche Lösung. Meine Frau wäre damit vermutlich schon etwas überfordert. Die restlichen Bekannten, denen ich Alf "aufgequatscht" habe, weil es besser und sicherer als banking im browser ist, würde es definitiv auch nicht hin bekommen.

Ich selbst verwende VirtualBox wie auch VMware beruflich und es ist ständig ein gefrickel. Das eine mal startet nach einem Update des hosts der client wieder nicht, das andere mal macht man ein update auf dem client, und die Schnittstellen zum Host laufen wieder nicht weil die guest additions verhagelt wurden....
Eine Installation per wine sehe ich da auch schon kritisch.

Ein funktionierendes Alf-Banco für Debian, xy-buntu oder Mint und ich wäre der Erste, der es kauft!
Mit dem Beenden des Win7-Supports bemerke ich selbst auch eine zunehmende Nachfrage von Freunden, Bekannten und Kollegen, ob es da nicht noch was anderes als win10 gibt.

Man kann nur hoffen, dass der Linux-Markt wächst und dass Alf-Banco das auch so sieht und das dortige Potential auch erkennt...
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon heweni » Sa 1. Feb 2020, 00:12

Der Marktanteil von Linux im Desktop-Bereich dürfte bei 3-4 % liegen. Viel wächst da nicht. Mac OS X ist verbreiteter und wächst schneller. Und dann gibt es ja nicht DAS Linux, sondern hunderte unterschiedliche Distributionen. Das Alf-Team müsste sich die am häufigsten verwendeten Distris aussuchen und versuchen, dass Alf-BanCo mit diesen läuft. Ich kann verstehen, dass sich das für die paar Leute nicht lohnt .

Eine doppelte Entwicklung (für Windows und Linux) wäre vielleicht auch nicht unbedingt erforderlich, wenn man sich mit dem Mono-Projekt beschäftigt. Ich zitiere aus der Wikipedia:
Mit Mono ist es möglich, Programme, welche für die Microsoft-.NET-Umgebung erstellt wurden, auch ohne Neuübersetzung unter unixähnlichen Betriebssystemen auszuführen. Der Vorteil einer solchen Crossplattform-Entwicklung besteht darin, den Komfort und Funktionsumfang der Microsoft Entwicklungsumgebung (Microsoft Visual Studio) zu nutzen.
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon christoph » Sa 1. Feb 2020, 14:58

Mono wird schon lange nicht mehr (oder zumindest nur stark eingeschränkt) weiter entwickelt. Microsoft selbst verfolgte mit .NET core ähnliche Ziele, setzt jetzt aber auf das in Q3-2020 erscheinende .NET 5 framework. Das wird nahezu plattformunabhängig ;)

Die Frage ist eben in wiefern man Alf auf das neue Framework portieren kann (was sowieso zwangsläufig irgendwann passieren muss...).

BTW es gibt unterschiedliche Linux-Distributionen, aber nur einen (aktuellen) Linux-Kernel. Daher wäre es eigentlich egal, on Alf-Banco im Paketmanager APT von Debian, in NuGet, in Ports für BSD oder nur gepackt als Download angeboten verfügbar wäre...
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon Joh » Sa 1. Feb 2020, 17:57

hmm, schade.

Ich hatte im letzten Jahr alles durchgetestet für einen Umstieg auf Linux. Auch Alf-Banco. Wohl V. 6.
Jetzt haben sich die anderen Probleme meist erledigt und ich muß hören, das Alf nicht mehr läuft.

Zurück auf Start und eine Runde aussetzen ;-(

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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon laf4linux » Di 4. Feb 2020, 15:13

Interessant für Firmen die Windows 10 aus Datenschutzrechtlichen Gründen (noch) nicht einsetzen können/wollen. Folgender Artikel macht Hoffnung in bezug auf die Enterprise Version von Windows 10.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 52535.html
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon FFF » Di 4. Feb 2020, 16:17

laf4linux hat geschrieben:Interessant für Firmen die Windows 10 aus Datenschutzrechtlichen Gründen (noch) nicht einsetzen können/wollen. Folgender Artikel macht Hoffnung in bezug auf die Enterprise Version von Windows 10.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 52535.html
Na ja.
"...Für Datenschutzverantwortliche in Behörden und Betrieben dürfte die Labormessung in Zusammenarbeit mit Microsoft insofern eine positive Nachricht sein, als dass sie die Bereitschaft des Unternehmens zeigen, den Datenschützern entgegen zu kommen..."
Bitte? Es würde MS einen müden Huster kosten, einen "Generalabschalter" einzubauen. Ohne einen solchen, und die vertragliche Zusagen, daß man nicht bei jedem Update erneut auf die Jagd gehen muß, ob es neue Lecks gibt, sollte man den Kauf einfach unterlassen (ja, ich weiß, ist nicht so einfach :roll: )
Und wenn sie meinen, ihr Geschäftsmodell verlangt das Verkaufen von Userdaten, dann könnte man besagten Schalter auch in den "einfacheren" Versionen anbieten, mit einem entsprechenden Zuschlag bei den Lizenzkosten. DAS fände ich eine positive Nachricht und einen fairen Umgang miteinander. /OT
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon der_andere » So 9. Feb 2020, 16:05

Ich habe ähnlcihes vor. Bisher läuft AB bei mir auch in einer VM, aber der Overhead und Administrationsaufwand ist mir ehrlich gesagt zu hoch.
Also probiere ich, AB in WineHQ zum laufen zu bringen. Ich nutze Ubunut 18.04 und wine-stable 5.0.
Die Meldung mit dem ALFRibbon.dll bekommt man recht einfach weg, indem man .net 4.0 installiert:
'winetricks dotnet45'
Dann das Tool ALFDllRegister.exe ausführen und die DLLs nachregistrieren.
Anschließend startet ALF weiter, aber es kommt nur der Splashscreen. Es passiert nix weiter. Außerdem hat ALFBanco7.exe keine Dateien geöffnet.
Leider gibt es keine Fehlermeldungen, im Terminal läuft halt sowas durch wie
'wine: Call from 0x7bc756d1 to unimplemented function MSVCR100_CLR0400.dll._except_handler4_common, aborting'
Aber auch das hört auf, danach ist komplett Funkstille.

Ich fände es cool, wenn wir das evtl hier im Forum gemeinsam lösen könnten.
der_andere
 
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon sjs » Mo 10. Feb 2020, 11:43

Moin,

liest sich alles nicht so schön hier.
Ich werde dann wohl erstmal eine VM mit Windows und AB einrichten. Ob ich mir den Umstieg zu Hibiscus antue weiß ich aktuell noch nicht.

leicht OT:
@christoph - da du das beruflich machst: kann ich in einer Windows VM praktisch alles blocken ausser AB? Letztendlich muß ja nur AB ins Netz zum senden und empfangen der Daten und Aufträge und für AB-Updates?
Und - bisher lege ich Sicherungen auf dem NAS ab. Geht das dann noch, und sollte ich das weiterhin aus der VM heraus aus Sicherheitsgründen tun?
Antwort gerne per PN um hier nicht abzugleiten. Danke!
sjs
 
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon christoph » Fr 21. Feb 2020, 11:54

Kurze Antwort für alle die es interessiert um nicht zuviel OT zu fabrizieren:
Praktisch alles blockiere außer Alf-Banco wird schwierig, das BSI hat bis vor kurze noch darüber gegrübelt, ob so etwas im kommerziellen Umfeld mit professioneller IT-Administration überhaupt möglich ist, zuhause wird das nahezu unmöglich sein (Soweit bekannt klappt das auch nur mit Win in der Enterprise-Version, nicht mit Pro oder Home).
Steht z.B. hier: golem.de

Eine eigene VM für Alf-Banco (und sonst nichts), macht das Sammel von Benutzerdaten für MS da schon schwieriger, ist aber ein Krampf mit Wartung/Updates/Backup und Speicherplatzbelegung...

Rest per PN
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Re: ALF-Banco unter Linux mit Wine

Beitragvon Fii » Di 16. Jun 2020, 01:50

ALF hat geschrieben:prinzipiell würden wir gerne auch eine Version für Linux und/oder Mac anbieten.
Leider haben wir aktuell keine freien Kapazitäten, dies anzugehen.
Zumindest kurzfristig bzw. in absehbarer Zeit können wir Linux leider nicht direkt unterstützen.

Sehr schade :-/ Hatte mich beim Durchgucken der Features gefreut, nach ewiger Suche endlich die passende Bankingsoftware für mich gefunden zu haben (bzw. Business Version). Aber da ich kein Windows nutze, wird das wohl nix :(

Allerdings ist Wine (s. Threadtitel) auch kein echter Windows-Port. Wenn ja scheinbar schon Version 6 funktioniert hat, dürfte es nicht sonderbar schwierig sein, die Änderungen, die den Kompatibilitäts-Layer kaputt gemacht haben, anzupassen. Der Startpost hier ist sehr gut. Wine ist schließlich inzwischen an sich auch schon sehr zuverlässig geworden.

Will sagen: Echten Linux Support erwartet vermutlich keiner wirklich. Dass man einige Programme nur mit Wine bekommt, daran ist man als Linuxnutzer relativ schnell gewöhnt :) Dass aber selbst die Schiene überhaupt nicht geht, kommt eher selten vor.
Fii
 
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