Hallo fujisan,
der Übersichtlichkeit halber muss ich die Kategorien möglichst wenig verzweigt halten. Von daher macht es wenig Sinn, allzuviel an der Eingabe zu basteln.
Verbessern ja, aber ins "Pflichtenheft" gehören die Kostenstellen. Sonst bleiben die Kategorien ein nettes Gimmick.
da bin ich ganz bei dir. Entsprechen doch deine Wünsche genau meinen Vorstellungen. Deshalb hatte ich vorgeschlagen, dieses "tiefere Thema" Kostenstellen, Buchungskonten etc. in diesem Thread weiter zu führen, da die Thread-Überschrift das Thema genauer trifft.
fujisan hat geschrieben:Wirklich praktisch sind diese ganzen Konstellationen aber nicht wirklich. Das zieht sich von den Versicherungen über den Fuhrpark bis zu den Verbräuchen im Haushalt/der Firma durch alle Kategorienbäume, bzw. -äste. Sollen die alle mehrfach angelegt werden?
Da muss ich dir Recht geben. Das waren bisher Ansätze, mit denen versucht wurde, die Problematik mit den vorhandenen Möglichkeiten von AlfBanco einigermaßen in den Griff zu bekommen. Die Problematik wären dabei nicht unbedingt die Dubletten bei den Kategorienamen. Diese lassen sich so überhaupt nicht vermeiden, weil diese in verschiedenen Kostenstellen oder Buchungskonten auch mehrfach vorkommen können.
Das Hauptproblem ist, dass wir zur Zeit damit leben müssen, mit einer eindimensionalen Kategoriestruktur einen mehrdimensionalen Sachverhalt abzubilden.
Dieser Zusammenhang lässt sich als Tabelle darstellen, in der die einzelnen Dimensionen als Spalten abgebildet werden.
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Kategorie| KOST |Steuer |BuKo
Tanken |Filiale1 | 19% |1234 (z.B. für gewerbl. Kfz XYZ-A 456)
Tanken |Filiale2 | 19% |1235 (z.B. für gewerbl. Kfz XYZ-DT 789)
Tanken |privat | | (z.B. für privates Fahrzeug, wo nur die Bruttokosten ohne Kontierung erfasst werden)
Zwar können die Kategorien in Haupt- und Unterkategorien gegliedert und einigermaßen logisch aufgebaut werden, doch bleibt dieser Baum immer eindimensional, da er keine Verbindungen zu anderen Bäumen aufweisen kann.
Tanken
__Filiale_1
___USt19
_____KTO1234
__Filiale_2
___UST19
_____KTO1235
__Privat
Versicherungen
__Filiale_1
___USt19
_____KTO1234
__Filiale_2
___UST19
_____KTO1235
__Privat
Zwei unterschiedliche Bäume mit identischen Unterkategorien, die sich aber nicht kennen.
Bei der Zuweisung einer tief verschachtelten Kategorie zu einem Umsatz kann diese Gliederung jedoch recht hilfreich sein, um schnell zu der tiefer gelegenen Unterkategorie zu gelangen
Tanken
__Filiale_1
___USt19
_____KTO1234
__Filiale_2
___UST19
_____KTO1235 ===> Zuweisung = Tankkosten, Mehrwerteuerbehaftet, für Fzg aus Filiale2 mit Buchungskontonr. 1235
__Privat
Doch leider ist dieser Weg in Bezug auf die Auswertung der Umsatzdaten nach gleichbedeutenden Unterkategorien eine Einbahnstraße!!
Es verhält sich hier wie bei bei einem Telefonbuch. Dort ist es sehr leicht möglich, zu den alphabetisch sortierten Namen eine bestimmte Telefonnummer zu finden. Aber es ist nur unter erheblichen Zeitaufwand möglich, aus einer gegebenen Telefonnummer den zugehörigen Namen herauszufinden, wenn das Buch weiterhin nur nach Namen sortiert ist.
In o.a. Beispiel kann nicht nach der Buchungskontonummer KTO1235 ausgewertet werden, welche sich auch in anderen Kategorien als Tanken befindet, wie Versicherungen und Steuern, um die Gesamtkosten auf diesem Konto zu ermitteln
Daher ist es vielleicht erst mal nicht verkehrt, sich weiterhin mit einer intelligenteren Zuweisung von Kategorien zu beschäftigen, denn in dieser Richtung ist es ja noch einigermaßen praktikabel. Es müssen dabei nur etwas mehr Informationen zugewiesen werden als bisher.
Parallel dazu muß noch ein Weg gefunden werden, um die Umsatzdaten auch gezielt nach Unterkategorien auswerten zu können, die sich in verschiedenen Bäumen befinden, aber identische Informationen beinhalten, wie z.B. die Kostenstelle.
fujisan hat geschrieben:...., muss mit einem, oder mehreren, zusätzlichen Kategorienbäumen gearbeitet werden. Also, ein zusätzliches Kategorienfeld in den Buchungen für den zusätzlichen Baum - z.B. Kostenstelle.
Meine Vorschläge dazu:
1. Zusätzlich zu den bekannten Feldern in der Umsatztabelle Buchungsdatum, Wertstellungsdatum, Verwendungszweck,etc. für die Kontierunginformationen weitere Tabellenspalten anlegen, damit eine Rückwärtssuche ermöglicht wird. Dazu muss die Umsatztabelle um die folgenden Felder erweitert werden:
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| KOST |Steuer |BuKo
|Filiale1 | 19% |8400 (z.B.Erlöse Filiale1)
|Filiale2 | 19% |8401 (z.B. Erlöse Filiale2)
|privat | | (z.B. Private Buchung)
fujisan hat geschrieben:....Dann könnte man in den Auswertungen entsprechend filtern.
2. Auswertungen müssen prinzipiell die Möglichkeit bieten, nach beliebigen Tabellenspalten auswerten zu können. Bisher MUSS immer zwingend eine Kategorie als Filterkriterium mit angegeben werden. Dies schränkt das Auswerteergebniss nur unnötig ein.
3. Um nicht jeden neuen Umsatz händisch mit den Buchungsdaten füllen zu müssen, müssen Zuweisungsregeln geschaffen werden können, welche den Umsatz nach bestimmten wiederkehrenden Merkmalen durchsucht und die Felder entsprechend füllt, ähnlich wie die automatische Kategoriezuweisung.
Es könnte auch durch erweiterte Zuweisungregeln bei der Kategoriezuweisung realisiert werden.
4. Nicht automatisch gefüllte Felder müssen ebenso leicht wie bei der manuellen Kategoriezuweisung durch Auswahl aus einer vordefinierten Liste gefüllt werden können.
5. Um Punkt 4 zu realisieren, müssen ähnlich wie die Kategorien, auch für die Kostenstellen und Buchungskonten eigene Tabellen angelegt werden können, deren Einträge bei der manuellen Zuweisung zu einem Umsatz aus einer Liste ausgewählt werden können.
Der Vorteil wäre, dass z.B. zu jeder Kostenstelle oder zu jedem Buchungskonto in einer zusätzlichen Spalte ein kurzer Bemerkungstext hinterlegt werden könnte.
Ideal wäre, wenn man bei den Buchungskonten direkt einen Kontenrahmen aus einer CSV oder Exceldatei importieren (SKR03 oder SKR04) könnte, den man u.U. vorher auf seine tatsächlich verwendeten Konten abgespeckt hat.
Alle Felder sollten alphanumerisch sein, damit darin wahlweise Zahlen oder Text gespeichert werden können
Beispiel Buchungskonto:
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KtoNr | Beschreibung
4100 | Löhne und Gehälter
4510 | KFZ-Steuern
: | :
Beispiel Kostenstellen:
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Kost | Beschreibung
Fil1 | Filiale 1, PLZ Ort Straße
Fil2 | Filiale 2, PLZ Ort Straße
: | :
Beispiel Steuersätze:
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|Steuersatz| Beschreibung
| 0 |Steuerfrei
| 19 |Umsatzsteuer (oder Vorsteuer, ergibt sich aus dem Vorzeichen des Umsatzbetrages)
| 7 |ermäßigte UST
| : | :
6. Beachtet werden muss auch, dass Umsätze, insbesondere Eingangs- und Ausgangsrechnungen auch gesplittet werden können, wobei jeder gesplittete Umsatz die gleichen Felder aufweisen muss, da die einzelnen Rechnungspositionen unterschiedliche Steuersätze enthalten können und/oder anderen Buchungskonten und Kostenstellen zugeordnet werden können.
Die Kategorien selbst könnten weiterhin als Orientierung dafür dienen, um was für eine Kostenart es sich handelt, z.B. "Tanken". Die wichtigen buchungsrelevanten Details stehen in den neuen Tabellenfeldern, die man wahlweise in der Umsatzdatenansicht als zusätzliche Spalten ein- und ausblenden kann kann.
Um die neuen Felder möglichst automatisch und fehlerfrei zu belegen, wäre eine Zuweisung während der automatischen Kategoriezuweisung bei neuen Umsätzen eine Lösung. Darauf stützt sich mein Vorschlag, den ich schon in der Version 5 gemacht habe, und der sogar schon in Version 4 als Wunsch von einem anderen Nutzer geäußert wurde.
Bei der automatischen Zuweisung müssten außer der Eigenschaft Einnahme/Ausgabe auch die anderen Felder zugewiesen werden können. Auf die Eigenschaft Einnahme/Ausgabe könnte man sogar ganz verzichten, wird sie doch durch das Vorzeichen des Betrages ausreichend definiert.
Dazu müsste im ersten Schritt der Erstellungsdialog der Kategorie um diese zusätzlichen Felder erweitert werden, die mit den entsprechenden Werten vorbelegt werden können.
Im zweiten Schritt müssten bei der automatischen Kategoriezuweisung diese vorbelegten Felder in die entsprechenden Felder der neuen Umsatzdaten kopiert werden. Da bestimmte Feldwerte sich im Laufe der Zeit ändern können, wie z.B. Steuersätze, muss sichergestellt werden können, dass die Kopien nicht auf ältere Umsatzdaten angewendet werden. Wenn also nach einer Mehrwertsteuererhöhung der Steuersatz in den vorbelegten Kategoriefeldern geändert wird, dürfen anschliessend nur die neuen Umsatzdaten damit gefüllt werden. Hier müsste eventuell eine Checkbox neben dem Steuersatzfeld signalisieren, dass die neuen Werte nur bei neuen Umsatzdaten anzuwenden ist. Um allerdings auch alle alten Umsätze das erste Mal mit den neuen Daten füllen zu können, sollte die Checkbox entsprechend abgeschaltet werden können
Um diese automatische Zuweisung möglichst genau und zielgerichtet vornehmen zu können, müsste der Kategoriebaum entsprechend fein in Haupt- und Unterkategorien mit den entsprechende Dubletten gegliedert werden, womit sich sich der Kreis zum Anfangsproblem wieder schließt. Doch wie anfangs bereits festgestellt, ist nicht die Zuweisung von fein gegliederten Katgorieebenen ein Hauptproblem, sondern die rückwärtige Auswertung. Und dieses Problem lässt sich mit den zusätzlichen Tabellenspalten lösen.
Nun kann Alf es sich im ersten Schritt einfach machen und wirklich nur diese zusätzlichen Felder und die Möglichkeit diese von Hand nachträglich mit Werten zu füllen, implementieren.
Zusätzlich müsste auch noch der Zugriff auf diese Felder in den Auswertungen ermöglicht werden. Diese Implementation wäre vollständig abwärtskompatibel, d.h. die privaten Nutzer, welche diese Eigenschaften alle nicht brauchen, könnten diese neuen Funktionen einfach ignorieren und bräuchten nicht umzulernen. Dieser Umstand ist in der Regel häufig ein Argument von ALF, solche Neuerungen NICHT einzuführen.
Eigentlich könnte ALF sich zu dem Thema langsam auch mal zu Wort melden. Es geht ja schließlich hier um sein Produkt.
Gruß
Siggi